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Yidaki (Didgeridoo)

Das Yidaki (Didgeridoo) gilt als das älteste Holzblasinstrument. Es hat seinen traditionellen Ursprung vor allem im Norden Australiens, im Nordost -Arnhemland sowie in der Kimberley Region. Nach den Aussagen der australischen Aborigines ist dieses Instrument mindestens so
alt wie deren Kultur und diese erstreckt sich über
ca. 40.000 Jahre.



Das Yidaki gehört zu der Gruppe der Aerophone (Windblasinstrumente), in denen der Ton durch
die Vibration der Luft entsteht. Es ist vereinfacht gesagt ein offenes Holzrohr ohne stimmerzeu-
gende Elemente.

Wolfhard mit Didge 8

Das Instrument wird mit locker flatternden Lippen gespielt -wie das Schnauben eines Pferdes-.
Der fortdauernde Ton wird durch eine Zirkularatmungstechnik erzeugt. Spezielle Zungentechniken sowie der Einsatz der Stimme machen das Yidaki zu einem Instrument mit unendlicher Spielvariation.

Traditionell wird das Yidaki von Gesang oder Bilmas (Schlaghölzer) begleitet. Es dient als Taktgeber bei Tänzen, begleitet Erzählgesänge, imitiert Tierlaute und Geräusche, beschreibt die Bewegung von Tieren oder Vorgänge in der Natur. Neben dem Einsatz als Unterhaltungsinstrument wird das Yidaki auch für sakrale Zwecke eingesetzt. So werden bestimmte Songlines gesungen und gespielt, die ihren Ursprung in den Schöpfungslegenden der Traumzeit haben. Dies lässt schon erkennen, das traditionelles Yidaki nur von den einheimischen Aborigines gespielt werden kann, da nur sie die Bedeutung dieser Songlines verstehen können. Wir vermögen lediglich die Spieltechniken annähernd zu erlernen, um damit unseren eigenen Stil zu entwickeln.

Aus1Ein hochwertiges Yidaki wird in der Regel aus Stringybark-Eucalyptus Baumstämmen gebaut, die in den feuchten Küstenregionen von Arnhemland im Norden Australiens wachsen. Es werden auch Holzarten wie Woollybutt- und Bloodwood-Eucalyptus verwendet. Für den Bau eines Yidakis kommen nur ausgewählte Stammhölzer in frage, die auf natürliche Weise von Termiten ausgehöhlt wurden. Die klanglichen Eigenschaften eines Yidakis hängen maßgeblich von dieser Aushöhlung ab, die nach Möglichkeit nicht wesentlich von Hand nachgearbeitet wird. Das Instrument wird lediglich von außen bearbeitet und eventuell im Bereich des Klangtrichters nachgearbeitet, der in erster Linie dem Bass dient. Durch die in Längsrichtung verlaufenden Termitenfraßgänge ist das Yidaki von innen sehr zerklüftet, wodurch der urige Klang entsteht. Eine glatte Innenwand hat eher einen etwas “röhrigen” Klangcharakter.

Aus2Die Tagesausbeute beim Yidaki-Schneiden liegt bei einem erfahrenen Aborigine bei ca. 10 Stämmen, wobei in der Regel nur ca. 2 Stämme für ein professionelles Yidaki zu gebrauchen sind. Um die Stämme vor Rissen zu schützen, werden sie nach dem Ernten und vor der Weiterbearbeitung in Salzwasser gewässert und zum Schluss mit einer speziellen Ölmischung imprägniert.

Aus3

Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, warum ein gutes Yidaki auch in Australien zwischen 500 und 1000 Euro kostet. In Australien sind viele, schön bemalte Didges zu bekommen aber die wirklich guten Yidakis sind rar gesät und nur sehr schwer zu finden.




Die Top-Adresse für erstklassige authentische Yidakis in Deutschland ist die Drone-Company.
(Kontakt: Sven Molder Tel: 0246/274712)

Ein wesentliches Merkmal eines guten Yidakis ist der ausgewogene Gegendruck beim Spielen des Instrumentes, ohne den die traditionelle Spieltechnik unmöglich ist. Dies ist auch der feine aber entscheidende Unterschied zum Digeridoo, auf dem die traditionelle Spielweise kaum möglich ist.

Auf der Seite Online-Workshop Yidaki (Didgeridoo) möchte ich in Anlehnung an traditionelle Spielweise der Yolngu -Aborigines einige Spieltechniken vorstellen, die ich bei meinem Aufenthalt im Nordost-Arnhemland im April 2001 gelernt habe.

 

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